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Die Abteilung für Sozialpsychologie steht für Grundlagenforschung, angewandte Forschung und für Anwendung von Forschung in der Praxis. In unserem Arbeitsbereich beschäftigen wir uns insbesondere mit der Frage, wie Individuen und Gruppen mit unterschiedlichen Formen sozialer Ausgrenzung umgehen. Hierbei widmen wir uns beispielsweise folgenden Fragen: Wie wirkt sich soziale Ausgrenzung auf die Emotionen, die Kognitionen und das Verhalten aus? Existieren kulturelle Unterschiede im Umgang mit sozialer Ausgrenzung? Welche Motive unterliegen dem Akt der sozialen Ausgrenzung? Welche (Minderheiten-)gruppen werden besonders stark marginalisiert und diskriminiert? Und warum? Welche Faktoren können den negativen Einfluss sozialer Ausgrenzung auf Individuen und Gruppen mindern?

Zur Beantwortung dieser Fragen greifen wir auf experimentelle, quasi-experimentelle und auch nicht-experimentelle Methoden zurück. Im angewandten Bereich untersuchen wir Einflussfaktoren auf prosoziales Verhalten und Spendenentscheidungen. Ein besonderer Fokus liegt darin, zu verstehen, wie Zahlen im Spendenkontext wahrgenommen werden und wie diese sich auf die Hilfsbereitschaft auswirken können. Darüber hinaus interessiert uns, welche Informationen in Einkaufssituationen wahrgenommen und genutzt werden, um Kaufentscheidungen zu treffen. Zum Beispiel beschäftigen wir uns damit, inwieweit das Einkaufsverhalten durch andere Personen oder auch Informationen auf Produktverpackungen beeinflusst wird.

In all unseren Forschungsprojekten steht die Bedeutung situativer Faktoren im Vordergrund, aber auch die Wirkung von individuellen Differenzen und Persönlichkeitsunterschieden wird berücksichtigt. Uns ist auch wichtig Erkenntnisse aus unserer Forschung in die Praxis zu transferieren. Dies geschieht jedenfalls im Rahmen der zertifizierten Ausbildung zu „Inklusions- begleiter*innen“, in der Flüchtlinge gemeinsam mit regulär Studierenden über drei Semester fundiert in den Bereichen Interkulturalität in der psychosozialen Betreuung, Psychotraumatologie und Fremdenrecht ausgebildet werden. Auch das an qualititativer Forschung orientierte Projekt „Erinnerungsgemeinschaften in Kärnten“ ist an der Schnittstelle zwischen Praxis und Forschung angesiedelt und beschäftigt sich mit der Frage, wie KärntnerInnen und Kärntner heute mit Gedächtnis und Erinnerung an den Nationalsozialismus umgehen.

 

Kontakt:
Abteilung für Sozialpsychologie
Institut für Psychologie
Alpen-Adria Universität Klagenfurt/Celovec
Universitätsstraße 65-67
9020 Klagenfurt/Celovec